In einem offenen Brief hat Dan Clancy, CEO von Twitch, die Pläne der Streaming-Plattform für 2024 verkündet. Die meisten Aussagen sind eher allgemein gehalten, aber im Grundsatz bemüht sich das Unternehmen wohl, die Einnahme-Möglichkeiten für Streamer uns Streamerinnen zu verbessern und Belästigungen auf der Plattform zu verhindern. Auf einen Punkt, der vielen Leuten wichtig ist, ging der CEO jedoch nicht explizit ein.

Dan Clancy erklärt in seinem Brief, dass es in Zukunft einfacher sein soll, Clips in sozialen Medien zu teilen. Er schreibt: „Unter anderem gibt es die Option, Clips direkt zu Instagram zu exportieren, sowie die Möglichkeit, mit dem Clip-Editor auf Mobilgeräten auch unterwegs Inhalte zu erstellen.“ Es sollen neue Funktionen zu Storys auf Twitch hinzukommen, der Zwei-Finger-Zoom für Fotos soll ermöglicht werden und das Teilen von Clips im Hochformat als Story.

Neben Verbesserungen in diesem Bereich soll es künftig möglich sein, dass bis zu sechs Streamerinnen oder Streamer gemeinsam auf ihren Kanälen live gehen. Zuschauerinnen und Zuschauer sollen bei dieser Funktion im Chat zusammengeführt werden können.

Weniger Belästigungen

Ein großer Abschnitt des offenen Briefs beschäftigt sich mit der Sicherheit auf Twitch. So schreibt Dan Clancy beispielsweise: Ende des Jahres werden wir voraussichtlich die mobile Mod-Ansicht auf iOS einführen, damit du einfacher moderieren kannst, egal wo du bist. Weiterhin schreibt er: Dieses Jahr werden wir unsere Community-Richtlinien überarbeiten und unter anderem die Definitionen von schädlichem Verhalten klarer formulieren sowie strengere Maßnahmen bei bestimmten Arten von Belästigung einführen. Außerdem entwickeln wir Tools, um Fälle von Belästigung auf unserer Plattform besser identifizieren und blockieren zu können, bevor sie im Chat angezeigt werden.

Löst das DIESES Problem auf Twitch?

Ein Problem, das viele Content Creators und ihre Communities beschäftigt ist in den Zeilen von Dan Clancy nicht erwähnt: Die Zunahme von Ü18-Content auf der Plattform. Immer mehr Streamer und Streamerinnen teilen erotische Inhalte, die sich am Rande der Richtlinien auf Twitch bewegen, oder sie sogar überschreiten. Streamerin Gnu hat dazu kürzlich ein Video veröffentlicht. Es trägt den Titel „Warum ich mich Twitch immer weniger verbunden fühle…“

n den Kommentaren machen einige Leute ihrem Unmut ebenfalls Luft. Eine Kommentatorin bringt das Problem so auf den Punkt: Mich nervt es einfach…dass mir immer wieder die sexuellen Inhalte auf Twitch vorgeschlagen werden, obwohl ich diese noch nie konsumiert habe…(…) und ich würde es gut finden wenn Twitch eine 18+ Kategorie einführen würde, wo man sich verifizieren muss, um Horrorstreams und Co sich ansehen zu können…twitch wird leider immer mehr zu einer Softpornoseite und das nervt eig nur noch!