Schluss mit Twitch für Pokimane. In dieser Woche verkündete Imane „Pokimane“ Anys, dass sie die Streaming-Plattform Twitch verlassen wird und sich neuen Ufern zuwendet. Ihr bisheriger Exklusiv-Deal mit Twitch sei ausgelaufen und sie wolle ihn nicht verlängern. „Das Ende einer Ära“, schrieb sie auf X, ehemals Twitter. „Twitch war ein Jahrzehnt lang mein Zuhause… aber es ist an der Zeit, danke zu sagen für all die Erinnerungen und die Liebe während meiner League-, Fortnite- und Among Us-Zeit.“

In ihrem Podcast hat sie sich nun im Nachgang zu den Gründen geäußert, warum sie ihren Deal nicht verlängert hat und dabei kommen Twitch und vor allem das dortige Publikum nicht sonderlich gut weg.

So heißt es: „Während der Pandemie gab es so viele Menschen, die Spiele schauten, streamten und sich dafür interessierten“, sagte sie. „Es waren so viele Mädchen da, und es gab eine große Vielfalt in der Bevölkerungsgruppe. Ich fühlte mich so viel mehr gesehen und gehört. Und ich dachte: ‚Wow, das ist es, was ich mir für das Streaming immer gewünscht habe.'“

Das sei bei weiten nicht mehr der Fall: Twitch habe sich „stark zurückentwickelt“ – vor allem durch „den Aufstieg von so viel Manosphere- und Red Pill-Bullshit – ich habe das Gefühl, dass dieses Zeug in der von Männern dominierten Livestreaming-Sphäre gedeiht“. „Es ist schwer für mich, in einer Branche und einer Gemeinschaft zu leben und zuzusehen, wie diese Scheiße passiert und so zu tun, als wäre es keine große Sache, zu sehen, wie es normalisiert wird – die Art von Bigotterie und das Spucken von Scheiße und einfach so viel Zeug, mit dem ich offen gesagt nicht einverstanden bin“, sagte sie.

Aber auch Twitch bekommt noch einige Ohrfeigen. Sie bezeichnet die Plattform als chaotisch, was Regelungen und Vorgaben sowie deren dauernde Änderungen angeht. Außerdem kritisierte sie Twitch wegen der mangelnden Sicherheit für Minderheiten und der Häufigkeit von Belästigungen und Stalking aufgrund fehlender IP-Sperren.

Künftig wolle sie zwar gelegentlich noch weiter auf Twitch streamen, aber deutlich mehr andere Plattformen fokussieren, darunter TikTok, Instagram und YouTube. Kick wolle sie allerdings nicht bedienen aufgrund der nach ihrer Ansicht zwielichtigen Finanzierung durch Online-Krypto-Glücksspiel-Websites.